| Wir brauchen
beides: Karl-Meyer-Straße und Nahversorgungszentrum |
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Einschätzung des Bürgervereins Rotthausen e.V. Ausschließlich das Kaufverhalten der zumeist Rotthauser Kunden hat in den vergangenen Jahren zu Umsatzeinbußen in der Karl-Meyer-Straße (KMS) geführt. Ein ausreichendes Angebot war anfangs vorhanden. Aber die Rotthauser gingen zunehmend fremd. Gründe hierfür sind u.a. ein stark ausgedünnter Branchenmix, Verkehrs- und Parkprobleme und ein vernachlässigtes Erscheinungsbild der KMS. Branchen wie Haushaltswaren, Möbel, Foto, Fahrrad, Schuhe, Gardinen, Lederwaren, Eisdiele, Werkzeug, Fisch, Elektro-Artikel, Modellbau u.a. sind im Laufe der Jahre weggebrochen. Der Kunde nutzt schon heute zunehmend andere Einkaufsmöglichkeiten. SB-Warenhäuser, Baumärkte und neu entstandene Zentren unterbreiten ihre Angebote auf großzügigen Verkaufsflächen mit guter Verkehrsanbindung und üppig dimensioniertem Parkplatzangebot. Eine Vielzahl von Rotthausern nutzt diese Angebote ebenso, wie den Besuch von Discountern, die vor Jahren von Rotthausen in benachbarte Stadtteile abgewandert sind. Aldi und Lidl sind abgewandert. Diese Kaufkraft ist Rotthausen verloren gegangen und der Prozess dauert an. Eine ständig wachsende
Zahl von Dienstleistungsunternehmen haben in der Vergangenheit die entstandenen
Leerstände in der KMS aufgefüllt. Zu nennen sind hier: Diese Entwicklung muss man erkennen und bei Neuplanungen mit einbeziehen. Es ist ein Umgestaltungsprozess zu einer wirtschaftlich weiterhin bedeutsamen Straße und Kommunikationsmeile mit Fachgeschäften, kleinflächigem Frischeangebot, Dienstleistern, Gastronomie und Freizeitangeboten. Das sichert den Rotthauser Bürgern langfristig "ihre Karl-Meyer-Straße" in neuem Gesicht und optisch aufgewertet. Daran muss gearbeitet werden. Eine zeitgemäße, moderne Anforderungen erfüllende Nahversorgung des täglichen Bedarfs kann die KMS jedoch alleine nicht mehr sicherstellen. Der Wegfall von Edeka/Neukauf und der vom Rewe-Vorstand Zander angekündigte Wegzug von Rewe aus der KMS in spätestens 2 Jahren führt zu einem weiteren folgenschweren Kaufkraftverlust für ganz Rotthausen. Die Möglichkeit, auf einer freien Fläche mitten im Stadtteilkern ein neues Nahversorgungs-Zentrum zu entwickeln hat kaum ein anderer Stadtteil. Fußläufige Nähe zur KMS, zum Markt, zur Sparkasse, zum S-Bahnhaltepunkt sind ebenso gegeben wie ideale Verkehrsanbindung mit PKW und ÖPNV, unproblematischer Anlieferverkehr und ausreichendes Flächenangebot. Das ist eine Chance für Rotthausen, dort einen Vollsortimenter, einen Discounter und einen Getränkemarkt/Futtermittelmarkt anzusiedeln. Erforderliche 5.000-7.000 m² sind vorhanden. Diese Lösung ziehen wir dem Experiment vor, mit Flächen links und rechts der KMS Ersatz-Angebote vorzuschlagen, die schwer oder gar nicht zu realisieren sind. Für großflächigen Einzelhandel liegen sie einfach an der falschen Stelle. Denn genau aus diesem Grund verlassen Edeka und Rewe die KMS. Es ist zu eng und für das Gros der Kunden unbequem. Die meisten Rotthauser wollen REWE in Rotthausen behalten und einen ALDI-Markt zurückbekommen. Das Nahversorgungs- Zentrum wäre hierfür die Lösung. Zeitgleich müssen wir die KMS umgestalten, wie bereits mehrfach vorgeschlagen, um ihre Attraktivität, wenn auch verändert, zu bewahren. |
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