GGW lässt Fläche an Steeler Straße auf Altlasten überprüfen

Bislang keine Kontamination gefunden


Bohrungen nach Altlasten lässt die Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft auf ihrem Grundstück an der Steeler Straße (neben der Sparkasse) ausführen. "Wir wollen sämtliche Risiken ausschließen", sagt GGW-Geschäftsführer Dirk Miklikowski.

Die Wohnungsbaugesellschaft will das Grundstück an einen Gewerbetreibenden verkaufen. Der Mietwohnungs-Neubau hat sich für die GGW "erledigt". Es gebe einen Wohnungsüberhang in Gelsenkirchen, "und wir haben Leerstände, die wir verkraften müssen", so Miklikowski. Man wolle sich stärker auf die Modernisierung von Altlasten konzentrieren.
Aber auch für einen Gewerbebetrieb muss die Fläche frei von Altlasten sein. Deshalb wurden Essener Ingenieure für Umwelt und Geotechnik mit den Rammkern-Sondierungen beauftragt. Bislang konnten die Experten keine Kontamination in dem Boden finden. Allerdings schließt sich unmittelbar an das Grundstück die Fläche der ehemaligen Zeche und Kokerei Dahlbusch (Schacht 3, 4 und 6) an. Und dort gibt es massive Belastungen, die dem Umweltamt der Stadt jedoch bekannt sind. Noch in diesem Jahr soll ein Sanierungsplan erstellt werden, so Dr. Gerhard Ruppel, Abteilungsleiter für Altlasten und Bodenschutz. Zwar habe ein Gutachter an dieser Stelle auch Belastungen des Grundwassers entdeckt. Davon werde aber das Grundstück der GGW nicht beeinträchtigt. Dr. Ruppel: "Die Fließrichtung des Grundwassers geht von der Steeler Straße weg in Richtung Osten." ho

WAZ 08.02.2002 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN