Warum soll nicht beides gehen?

Totgesagte leben länger - Leserbrief Neuhaus - 4.2.
Zuerst herzlichen Glückwunsch zu ihrem Haus in Rotthausen. Nach viermonatiger Wohndauer spreche ich der Leserin einfach die Kompetenz ab, über die sogenannte "Einkaufsmeile Karl-Meyer-Straße" zu urteilen. Es stand nie zur Diskussion, dass die KMS aufgegeben werden soll. Ich als gebürtige Rotthauserin und Bewohnerin des Stadtteils, sehe es als Bereicherung, ein Einkaufscenter zusätzlich an anderer Stelle zu bauen. Es ging ein Aufschrei durch die Bevölkerung als Aldi und Lidl sich aus Rotthausen zurückgezogen haben. Wenn REWE den Ortsteil verlassen würde, würde hier dann eine große Lücke entstehen und viele Arbeitsplätze stehen dabei zur Debatte? Ich glaube nicht, dass Rotthausen das so leicht wegstecken könnte. Ferner möchte ich noch sagen, hätten diese Leute die jetzt Unterschriften für die KMS sammeln, sich in den letzten Jahren so engagiert, hätten wir hier einen "Prachtboulevard". Die SPD hat in Rotthausen ein Diskussionspapier "Pro und Contra Einkaufscenter" verteilt, in dem es u.a. heißt: die Verlagerung des funktionierenden Wochenmarktes weg von seinem früheren, allseits geschätzten Platzes, ist ein warnendes Beispiel. Hier möchte ich erinnern, dass als es zur Verlagerung des Platzes kam, die Stadt von der SPD regiert wurde. Warum soll nicht beides gehen - KMS und Einkaufszentrum?

Gudrun Hartwich

WAZ Lokalteil Gelsenkirchen, Leserbrief 07.02.2003