| WAZ-Bericht vom 15.01.2003 - Lokalteil |
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| Rotthauser Einkaufsmeile hat
keine Zukunft Stellt ein Planungsbüro fest - Vorschlag: Zentrum an der Steeler Straße soll Karl-Meyer-Straße ersetzen Die Rotthauser Einkaufsmeile Karl-Meyer-Straße hat keine Zukunft. Zu diesem Ergebnis kommt ein von der Verwaltung beauftragtes Planungsbüro. Um die Nahversorgung zu sichern, soll auf der Steeler Straße ein Einzelhandelszentrum errichtet werden. So der Vorschlag des Dortmunder Büros Planquadrat. Die Karl-Meyer-Straße werde den "Erfordernissen an ökonomisch tragfähige Strukturen und Standorte" in Zukunft nicht mehr gerecht, heißt es in der Untersuchung. Der Bau eines Einkaufszentrums werde die Entwicklung nur beschleunigen, aber nicht aufhalten. Für die Realisierung des Neubauprojekts würde es weder an einem Standort noch an einem Investor mangeln. Auf einer städtischen Brachfläche an der Steeler Straße - in Verlängerung der Neubauten von Sparkasse und Plus - könnte ein solches Zentrum nicht weit von der Karl-Meyer-Straße entstehen. Und: Ein ernstzunehmender Investor habe Interesse bekundet, so Stefan Rommelfanger von der Stadtplanung. Als Anforderungen an ein Einkaufszentrum formuliert das Büro Planquadrat u.a.: eine hochwertige städtebauliche Gestaltung mit Bereichen zum Verweilen, für Außengastronomie und Außenanlagen; Voraussetzungen für große Einheiten für Lebensmitteldiscounter und kleine Läden für ortsansässige Einzelhändler; eine fußläufige Anbindung an den neuen und alten Markt. Bürger und Einzelhändler sollen intensiv in den weiteren Planungsprozess eingebunden werden. Die Entscheidung sei offen, heißt es bei der Stadt. Zustimmung zur Errichtung eines Einkaufszentrums signalisiert der Bürgerverein Rotthausen. "Die Karl-Meyer-Straße verliert an Attraktivität", sagt Vereins-Chef Karl-Heinz Rabas. Seit Jahren dränge der Bürgerverein bei der Stadt darauf, der Entwicklung entgegenzuwirken. An der Notwendigkeit, das Zentrum zu verlagern, komme Rotthausen wohl nicht mehr vorbei. Leerstände nähmen zu, der Branchenmix stimme nicht mehr. Ein weiterer Aderlass könnte der Karl-Meyer-Straße in Kürze drohen: Der Mietvertrag des Rewe-Markts läuft Ende 2003 aus. Ob die Kette ihre Option auf Verlängerung nutzt, stehe noch nicht fest, so ein Sprecher der Rewe-Zentrale auf Anfrage. Während sich auch die CDU hinter die Studie des Planungsbüros stellt, spricht sich die Ratsgruppe AUF dagegen aus: Das Projekt bedrohe den Einzelhandel auf der Karl-Meyer-Straße, der ein "immer noch sehr lebendiges, attraktives und kommunikatives Zentrum des Stadtteils bildet", so AUF. Und skeptisch äußerte sich auch Clemens Pothmann, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, zu den Plänen. |