Bürger sollen kämpfen


Wie man auch Ihren Leserbriefen entnehmen kann, gibt es seit einiger Zeit eine Diskussion in Rotthausen um das neu geplante Einkaufscenter. Es ist mir unverständlich, was diese Diskussion Karl-Meyer-Straße oder Einkaufscenter bringen soll. Warum oder? Die Kaufkraft fährt seit Jahren an der Karl-Meyer-Straße vorbei, weil die Attraktivität ähnlich der Gelsenkirchener City immer mehr nachgelassen hat. Der umsatzbringende Teil der Kunden legt Wert auf eine gepflegte Atmosphäre und auf ein abwechlungsreiches interessantes Einkaufsprogramm. Obwohl ich seit 40 Jahren in Rotthausen wohne, gebe ich keinen Euro an der Karl-Meyer-Straße aus und so geht es vielen anderen. Meine Ausgaben tätige ich in der Essener City oder Einkaufscentren wie dem Rhein-Ruhr-Zentrum Mülheim. Sollen wir Bürger uns von wenigen unfähigen Geschäftsleuten und Politikern in den weiteren Verfall führen lassen und schweigen? Nein! Es wird Zeit, dass wir für den Aufschwung kämpfen, uns für unser Wohngebiet einsetzen und wieder Aufschwung und Sauberkeit in unsere Ortschaft bringen, damit es hier wieder lebenswert wird. Einkaufscenter und Karl-Meyer-Straße können sich ergänzen, wenn die Geschäftsleute der Karl-Meyer-Straße sich endlich um den Kunden bemühen. Ich kann nur alle Bürger Rotthausens aufrufen, für ihren Ortsteil zu kämpfen, ihre Unzufriedenheit den Politikern mitzuteilen. Die Entscheidung über unseren Ortsteil liegt bei all den Bürgern, die wieder stolz auf ihren Ortsteil sein wollen, die Wert auf Ordnung, Sauberkeit und Atmosphäre legen.

Norbert Kaminiski

WAZ Lokalteil Gelsenkirchen, Leserbrief 18.02.2003