Eine halbe Million € für die evangelische Kirche (eingeweiht am 19. Juli 1896)
Schadensbeseitigung und Sanierung verschlingen viel Geld

Evangelische Kirchengemeinde informierte in Pressekonferenz am 28.01.2010:

Wenn alles gut geht, könnte Mitte 2011 das Thema Grundsanierung des Kirchengebäudes abgeschlossen sein. Denn am 19. Juli 2011 feiert die evangelische Kirchengemeinde den 115 Geburtstag ihres Gotteshauses. Aber bis dahin ist es noch ein weiter, teurer Weg.

Bereits 1987 war das Kirchengebäude umfassend überholt und nötige Reparaturen ausgeführt worden.

Am 13. November 2003 wurden nach umfangreichen Erneuerungen im Bereich Glockenstuhl die neuen Glocken in den Turm transportiert.

Am 3. Juli 2009 setzte dann das mächtige Sommerunwetter mit Starkregen und Hagelschlag dem Dach und den Fenstern der Kirche stark zu. Die Schäden aus diesem Ereignis sind noch nicht behoben.

Am 8.01.2010 mussten umfangreiche Sicherungs- und Absperrmaßnahmen ergriffen werden (auch Sperrung der Steeler Straße), weil die Stabilität der Turmhaube nicht gewährleistet war. Zimmermannsarbeiten in den folgenden Tagen behoben den Schaden.

Gutachter stellten im vergangenen Jahr fest, dass das Mauerwerk der Kirche durch eindringende Feuchtigkeit stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Eine grundlegende Sanierung der Gebäudehülle wurde empfohlen. Kostenpunkt der Sanierung: 280.000 Euro.

Nun muss die Gemeinde für Schadenregulierung und Sanierung Aufträge mit einem Volumen von gut 500.00 Euro erteilen und weiß noch nicht, woher das ganze Geld nehmen. Die Schadenssumme vom Sommerunwetter (etwa 220.000 Euro) übernimmt die Versicherung. Aber die anstehende Sanierung mit Kosten von 280.000 Euro übersteigt den Finanzspielraum der Gemeinde um ein Vielfaches. Eine mögliche Geldquelle könnte der Verkauf von gemeindeeigenen Wohnungen sein. Wertgutachten sollen hier einen Überblick verschaffen.
Gut 80.000 Euro müssten aber dennoch von der Gemeinde aufgebracht werden. Spenden, die Erlöse aus verschiedenen Aktionen, ein dreitägiges Sommerfest sind Bausteine in dieser Finanzierung. Eventuell kommen Zuschüsse vom Denkmalschutz und vom Kirchenkreis hinzu.

Die Pfarrerinnen Kirsten Sowa und Sonja Timpe-Neuhaus sowie Pfarrer Rolf Neuhaus waren sich einig: Wir werden alles tun, um die Kirche mitten in Rotthausen zu erhalten. Ein schleichender Rückzug kommt nicht in Frage.

Ein Spendenkonto ist bereits eingerichtet: Kto-Nr: 101 077 238, Sparkasse Gelsenkirchen BLZ 420 500 01,
Stichwort "Kirche Rotthausen"